22C3: Cutting edges (2nd day)
29.12.2005 on 17:17 | In CCC | No CommentsDer dritte Tag ist bereits voll im Gange. Es ist Zeit mal vom gestrigen Tag zu berichten. Natürlich. Informational Owerflow. Insgesamt scheint mir das gesamte Umfeld dieses Jahr etwas besser durchgeordnet. Die Räume sind nicht so “overused”, wie es im Guide genannt wird. Das bedeutet im einzelnen hauptsächlich einmal das generelle Nichtrauchgebot. Es ist nicht verboten im BCC zu rauchen. Allerdings wurden die Aschenbecher vor die Tür verfrachtet und es wird freundlich darum gebeten vor selbiger auch zu rauchen. Anebtracht der Tatsache, dass letztes Jahr die Luft zum schneiden war verständlich und meiner Meinung nach auch gut. Okay, im sommer wäre das ganze angenehmer. aber vielleicht führt der gerade tobende Schneesturm über Berlin dazu, dass der eine oder andere Sargnagel nicht geraucht wird.
Was mich gestern am meisten beeindruckt hat waren die Ausführungen von Roberto Preatoni und Fabio Ghioni von Zone-H. In ihrem Vortrag ging es hauptsächlich um Espionage. Die sogenannte industrielle Gegenspionage. Es ist inzwischen ein offenes Geheimnis, dass das Hauptaufgabengebiet der internationalen Dienst im Bereich der Wirtschaftsspionage liegen. Andererseits ging es auch um die allgemeine Verletzbarkeit von solch Komplexen Systemen wie dem Internet. Die Kernaussage ist, dass es nicht einfach nur darum geht das Systeme unsicher sein können. Systeme dieser Komplexität werden immer eine gewisse Verwundbarkeit besitzen. Es ist aber ein interessanter gesellschaftlicher Aspekt wer diese Verwundbarkeit ausnutzt und gegen wen. In den letzten Jahren ist ein exorbitanter Anstieg von server intrusions (engl. Eindringen in einen Server) verzeichnet worden. Die Tendenz, dass Menschen aus mönetären Gründen einen Hack machen nimmt zu. Zu mal es technologisch immer einfacher wird, dies zu tun. Die benötigeten tools und das wenige Fachwissen ist im Netz frei verfügbar. Wo ist die soziale Verantwortung, kaum vermeidbare Schwächen, schamlos zur eigenen Bereicherung auszunutzen oder sie zu veröffentlichen?
Der zweite interessante Vortrag befasste sich mit dem Thema Kunst und IT. Es wird hierbei manchmal von “missusing technology by artists” geredet. So auch im Titel des Vortrages. Die beiden Vortragenden zeigten einige recht interessante Beispiele, bei denen Künstler verschiedenste IT-Technologien in einer anderen, als der vorgesehenen, Weise eingesetzt haben. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Ein Interface um Live-Music zu machen welches über kleine RFID-Tokens auf einer projektsionsfläche interagiert; in VJ der über RFID-Tags am Körper und dem Reader an den Händen,durch Tanzen,die Visuals steuert usw. Allerdings fehlte ein wenig die Grundaussage der beiden. Es mag vielelicht ein wenig ein Problem von Multimediakünstlern zu sein. Ich habe den Eindruck, dass sie sehr begeistert irgendwelche Dinge präsentieren können, allerdings ein wenig Probleme zu haben die Intention oder Botschaft rüber zu bringen. Was wollte man uns jetzt damit sagen? Das man Dinge auch für etwas anderes benutzen kann als ürspruünglich bei der Entwicklung gedacht? Das ist eigentlich nichts neues. Nach Wau Holland ist dies Hacking. Was dann auch einer aus dem Publikum sehr treffend ausdrückte: “we are,both communities, cutting the edges of technology. so we are not that far away from each other.”
Miot diesem Satz möchte ich für heute enden. We are cutting edges.
