Die .comdirect Bank und ihre Masche
10.01.2006 on 17:20 | In Aus dem Leben | 6 CommentsWir sind eine WG. Das heisst wir teilen uns Miete, Strom, Gas und Wasser. Auch die Partyauslagen und die Einkäufe werden geteilt. Leider hat die alte Partykasse ausgedient. Aber was solls dachten wir. Machen wir doch gleich ein WG-Konto auf. Am besten mit Internetbanking, dann können wir alle Transaktionen über unser WG-eigenes Netzwerk machen.
Da flatterte uns das Angebot von .comdirekt ins Haus. Das sind die die sich von GMX anpreisen lassen und auch als vor der Stuttgarter Mensa herumlungern. So viel ich weiß eine Tochter der Comerzbank. In diesem Angebot versprechen sie einem alles Mögliche: Eine Bahncard 25 oder de ngeldmäßigen Gegenwert, jeden Monat eine Gutschrift von einem Euro usw. usf. Alles in allem hat man das Gefühl die Konten müssen raus bevor sie überm Verfallsdatum sind. Also dachten wir wir nehmen mal eins. Als WG-Konto muss es ja nicht viel können sondern nur billig sein. Heute kam — nach zwei Monaten — ein Brief:
Sehr geehrter Herr xyz,
vielen Dank für die Zusendung Ihrer Kontoeröffnungsunterlagen.
Als Entscheidungsgrundlage für die EInrichtung eines Girokontos ziehen wir die von Ihnen angegebenen Daten heran.
Wir bedauern, Ihrem Wunsch auf Eröffnung eines Girokontos nicht entsprechen zu können. Diese Entscheidung liegt in bankinternen Richtlinien begründet, die wir nicht offenlegen möchten.
Sollten Sie nach wie vor an einer Kontoverbindung interessiert sein, so eröffnen Sie zunächst ein Depot mit Tagesgeldkonto. Unsere Mitarbeiter nehmen Ihren Antrag unter 01803 – 44 45 (0,09 Euro/Minute) gerne entgegen.
Zu einem späteren Zeitpunkt sind wir auf erneuten Antrag bereit, die Einrichtung eines Girokontos nochmals zu prüfen.
Mit freundlichen Grüßen
comdirect bank AG
Das erinnert mich ein bisschen an die Masche: Wir inserieren ein Sonderangebot und wenn der Kunde es haben will, dann ist es aus und wir schwatzen ihm etwas teureres auf. Lockangebot nennt man doch so etwas. Ich werde da morgen mal anrufen. Zum einen steht da ja, dass sie ihre “Gründe” nicht nennen möchten. Es steht nicht von nicht wollen oder dürfen. Zudem werde ich ihnen gleich auf die Nase binden, dass sie alle personenbezogenen Daten von uns unverzüglich zu löschen haben und dies uns gegenüber nachweisen müssen. Die halten ihre Zielgruppe wohl für dämlich. Solch ein “Lockangebot” ist natürlich prima um Kundenprofildaten zu kommen. Ist ja nicht so dass man bei einer Girokontoeröffnuzng nicht aus dem Nähkästchen paludern müsste…
