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Webmontag Stuttgart 2.0

1.08.2006 on 13:09 | In Computer & IT, Medien & Internet, Veranstaltungen | No Comments

Gestern abend war ich also am Webmontag. Dem zweiten der in Stuttgart, im Literaturhaus stattfand. Es gab insgesamt sechs kurze Vorträge:

  1. Online-Journalismus von Dirk Baranek
  2. “User Generated Content” bei Zeitungen/Magazinen von Oliver Gassner
  3. Urheberrecht und Internet von Ulrike Burscheidt
  4. Innovationsprogramm Web 2.0 der MFG Baden-Württemberg von Corina Hummel & Florian Bäuml
  5. Entwicklung von Apache-Modulen und Web 2.0-Anwendungen in mod_perl von Rolf Schaufelberger & Alvar Freude
  6. Der Assoziations-Blaster: Web 2.0 seit 1999 von Alvar Freude

Alles in allem eine interessante Veranstaltung. Am 23. Oktober 2006, ab 19.00 Uhr, wird der nächste Webmontag an der HdM sein.

Die einzelnen Vorträge reichten Qualitativ natülich nicht an die größerer Kongresse heran, was auch in zehn Minuten schlecht zu bewerkstelligen ist. Es ging um eine kurze Einführung auf dem Themengebiet. Sehr hilfreich war der Vortrag von Ulrike Burscheidt von der Klett AG zum Thema Urheberecht im Internet. Einige Dinge wusste ich auch noch nicht. Geschweige denn in welchem Gestz es nun tatsächlich drin steht. Zumal das Thema immer relevanter wird im Netz. Nicht nur dass man selbst abgemahnt werde nkönnte von “großen bösen” Firmen, sondern auch die Tatsache dass das “mitnehmen im Vorbeisurfen” inzwischen zur leidigen Praxis gewordne ist. Alles was nicht niet- und nagelfest ist, auf der eigenen Webseite, wird ungeniert geklaut und kopiert. Dagegen möchte ich mich auch ein Stück weit wehren können, denn zumidnest fragen kann man bevor man mit den Händen guckt ;-)

Den ersten Vortrag hätte man sich sparen können. Gehört in die Rubrik Blafasel. Ob Bloggen nun Journalismus ist oder nicht darüber kann man streiten. Kommt wohl auch ein wenig drauf an wer über was und wie bloggt. Mein Blog ist kein journalistisches Werk, denn ich nehme für mich heraus nur, und zwar ausschliesslich nur, rein meine subjektive Meinung kund zu tun. Einerseits gibt es meiner Ansicht nach die, so viel beschworene, Objektivität sowieso nicht. Andererseits wär ich Journalist und nicht IT-Schlampe geworden, wenn ich journalistisch tätig sein wollte. Na ja, letzteres kann ja vielleicht noch werden *lach* Den Vergleich, den Baranek, dann noch anschleppte (Spiegel vs. Stuttgarter Zeitung) war ja mal sowas von schwachmatisch. Wenn man schon selbst vorne steht und selbst sagt, dass dieser Vergleich ein wenig wie Äpfel und Birnen sei, dann sollte man sich vielleicht die Worte einfach sparen und nichts sagen. Wirklich informativ wars nämlich nicht. Außer dass Baranek daran glaubt, dass es immer Offlinezeitungen geben wird. Na ja, wer liest die bitte? Arbeitslose und Rentner? Na ja, vielleicht hat er recht, davon gibts ja immer mehr. Aber jetzt genug Hohn und Spott.

Oliver Gassner lag von der Thematik im ähnlichen Bereich wie Baranek, machte allerdings eher den Eindruck dass er auch weiss wovon er da faselt. Ja, er faselte. Warum er faselte? Ganz einfach: Er meinte ein objektiever Blogger würde schreiben “Gassner hielt eine Vortrag”, subjektiv wäre “Gassner laberte” und er würde letzteres eigentlich spannender finden. Also lassen wir ihn labern und faseln. Im übrigen wird er wohl irgndwann mal für den Chaos Computer Club Stuttgart eine Vortrag halten. Da darf er dann etwas mehr labern. Da bin ich schon mal freudig gespannt.

Zu guter letzt noch zu erwähnen der Vortrag über mod_perl und den Assoziations-Blaster. Der Vortrag über mod_perl war zwar ganz interessant, allerdings glaube ich, dass wohl kaum mehr als 10% der anwesenden überhaupt ansatzweise verstanden haben worum es da überhaupt ging. Es machte auch ein wenig den Eindruck, dass da einige Leute anwesend waren die schöne bunte Websites mit Dreamweaver oder GoLive zusammenklicken, noch schön in HTML-Tabellen, und über Web 2.0 blafaseln müssen, weils grad DAS Buzzword in der Multimediaszene ist. Naja, Leut, geht heim und mach euch Windows auf den Apple ;-)

Witzig war auch die Frage eines Zuhörers an Alvar Freude, zum Assoziations-Blaster, für was für ein Geschäftsmodell man das denn hernehmen könnte. Hallo? Man sollte sich vielleicht auch mal überlegen, dass manche Menschne einfach auch mal etwas aus reiner Spass an der Freude machen und nicht immer gleich sofort ans Kohle Scheffeln denken. Ganz passend der Kommentar von Dragan Espenschied hierzu sinngemäs: Klar könnten wir das Dinge zum Profilen der User nehmen und uns dann mit Yahoo zusammen tun und die Profile verticken. Aber das ist halt übler Dreck und deswegen gibts das auf dem Blaster net!

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